Südinsel

Tag 2 oder Christchurch, Rennschafe und eine Fahrt in die Dunkelheit

Zunächst sind wir nochmal zum Flughafen, um dort festzustellen, dass Emirates die Beschädigung nur teilweise annimmt und keine Verantwortung für den nicht mehr funktionsfähigen Reißverschluss übernehmen möchte….schlussendlich gab es eine Adresse für eine Reparaturwerkstatt, zu dieser sind wir dann auch hingegurkt und haben dort den Koffer reparieren lassen. In der Zwischenzeit haben wir uns das schwer angeschlagene Städtchen angeschaut.

Dort ist seit den Erdbeben ein ziemlich großer Teil der City zerstört oder so schwer beschädigt, dass das komplette Viertel immer noch gesperrt ist. Wir haben dort eine Runde gedreht und sind dann in den schönen englischen botanischen Garten der Stadt. Nach einem großen Spaziergang sind wir dann zurück zum Repair Shop und haben den Koffer eingesammelt. Wir haben dann Christchurch mit dem Ziel Akaroa verlassen. Zunächst sind wir nach Lyttelton gefahren und haben uns dort den Hafen angeschaut und gehofft vielleicht ein paar Delfine zu sehen…

Spuren des Erdbebens

Botanischer Garten Christchurch

Vom Hafen in Lyttelton, wo inzwischen die Villen der „Besserverdiener“ aus Christchurch an den Hängen kleben, sind wir eine idyllische, kurvenreiche Straße der Küstenlinie entlang gefolgt und haben dort die ersten Highlights neuseeländischer Landschaften und quasi unberührter Natur eingefangen….

A propos unberührte Natur, die in der Karte als „gelbe Straße “ eingezeichnete Linie entpuppte sich eher als ein besserer Feldweg – dafür waren wir aber quasi alleine….na ja bis auf Schafe, Hasen, Vögel und Insekten…einen eher ungewöhnlichen Kontakt hatten wir mit einem Schaf – es stand nach einer Kuppe mitten auf der Straße, rechts – und links ein Zaun, also quasi kein Entkommen – von uns unabsichtlich erschreckt ist es die Straße entlang los gesprintet – und hat es dabei auf fast 25 km/h gebracht – (das weiß ich nur weil wir eigentlich überholen wollte, es dann aber doch lieber gelassen haben….) bis es auf einmal in einem Schlitz im Zaun wieder verschwand….

Fahrt von Christchurch nach Onuku

Danach haben wir noch einige schöne Buchten gesehen, sind dann der Summmit Road gefolgt und sind durch das Akaroa Heritage Village gestiefelt. Bei einsetzender Dämmerung haben wir noch ein paar Landschaftsaufnahmen geschossen und haben uns dann auf die Suche nach einer Übernachtung gemacht. Das erste B&B war leider voll, das Motel für unseren Geschmack zu hochpreisig und so haben wir uns an einen Tipp aus dem Reiseführer gehalten und sind weitere 6 km auf schmalen Sträßchen weitergefahren. Am Ende aller Wege (bzw. am Anfang des Peninsula Tracks) findet man das Onuku Farm Hostel. Dort haben wir eine Hütte mit Glasdach zum Genießen des Sternenhimmels gemietet und für morgen das exklusive Schwimmen mit Delfinen vereinbart….

Der Sternenhimmel ist auf Grund der Tatsache, dass es in unserer Hütte weder Strom noch sonst was außer einer Matratze gibt einfach bombastisch!

Kurzes Fazit bis hierher: die Kiwis sind supernett und unkompliziert – was man von Emirates in diesem Fall leider nicht behaupten konnte…

 

 

Ein Kommentar

  1. Gerda

    Hallo, es ist schon erschreckend, dass Teile von Christchurch noch so verwüstet sind. Wenn man die Fotos sieht, lässt sich die Wucht des Erdbebens erahnen. Die Naturfotos sind sehr schön!
    Eine Hütte ohne Strom, das könnte man sich bei uns nicht vorstellen. Wünsche euch weiterhin einen schönen Urlaub!

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